Was ist ein Analysezertifikat (CoA)?
Ein Analysezertifikat — englisch Certificate of Analysis, kurz CoA — ist ein Laborbericht, der für eine ganz konkrete Charge eines Peptids dokumentiert, was tatsächlich im Vial ist. Es beantwortet zwei Kernfragen: Ist es das richtige Molekül? (Identität) und wie rein ist es? (Reinheit). Genau das ist der Unterschied zwischen einem werblichen „Lab Tested"-Stempel und einem belastbaren Qualitätsnachweis.
Was steht in einem guten CoA?
- HPLC-Reinheit — der prozentuale Anteil des Zielpeptids (z. B. ≥ 99 %).
- Massenspektrometrie (MS) — bestätigt, dass das Molekulargewicht zum erwarteten Peptid passt (Identität).
- Chargennummer — verknüpft das Zertifikat mit genau diesem Produktionslos.
- Prüfdatum — wann gemessen wurde.
- Prüflabor — wer gemessen hat (idealerweise ein unabhängiges Drittlabor).
HPLC vs. Massenspektrometrie — was sie messen
Beide Methoden ergänzen sich. HPLC (Hochleistungsflüssigkeitschromatographie) trennt die Probe in ihre Bestandteile auf und zeigt als Chromatogramm, welcher Anteil das Zielpeptid ist und wie viel Nebenprodukte vorhanden sind — daraus ergibt sich die Reinheit in Prozent. Die Massenspektrometrie misst das exakte Molekulargewicht und bestätigt so, dass es sich wirklich um das gewünschte Molekül handelt. Reinheit ohne Identität (oder umgekehrt) ist nur die halbe Wahrheit.
Warum „drittlaborgeprüft" der entscheidende Punkt ist
Ein Anbieter, der seine eigene Ware bewertet, hat ein offensichtliches Interesse an einem guten Ergebnis. Ein unabhängiges Drittlabor hat das nicht — seine Messung ist objektiv. In der Forschungspeptid-Szene ist Janoshik Analytical das bekannteste solche Labor. Entscheidend: Ein gutes Drittlabor-CoA ist verifizierbar, d. h. der Bericht lässt sich über eine Prüf-ID direkt beim Labor bestätigen — nicht nur ein hübsches PDF.